Bauland in der Schweiz
Wer bauen will braucht dazu ein geeignetes Grundstück. Ein solches zu finden kann je nach Lage ganz schön schwierig sein. Vor einigen Jahren noch ging man davon aus, dass man für ein freistehendes Einfamilienhaus gut 700-800 Quadratmeter benötigt. Mittlerweile hat sich diese Zahl verringert. Heute begnügen sich die Bauherren oftmals mit gut 500 Quadratmeter. Durch die geringere Fläche des Baulandes kann man die Kosten senken. Zudem wollen sich heute viele nicht mehr mit der Pflege eines grossen Garten herumärgern.
Bauland ist nicht gleich Bauland
Massgebend für den Preis eines Baugrundstückes sind verschiedene Faktoren. Dazu zählt primär die Lage. Am Zürichsee zu bauen ist teurer als im Thurgau oder in Aarau. Ausserdem kommt es auf den Zonenplan der jeweiligen Gemeinde an, welche gestalterischen Freiräume man beim Hausbau hat. Massgebend ist hier die maximal erlaubte Ausnützungsziffer des Baulandes. Der Zonenplan bzw. das jeweilige Baugesetz geben ausserdem Aufschluss darüber wieviele Geschosse man errichten darf und was bezüglich der Grenzabstände zu beachten ist.
Bauauflagen regeln ganz genau was für Vorschriften sie zu beachten haben. So kann beispielsweise die Dachform, oder Lärmschutzmassnahmen darin geregelt sein. Vorsicht ist geboten, wenn der Landverkäufer einem anbietet in einem gewissen Punkt entgegenzukommen. Für Ausnahmebewilligung ist einzig die jeweilige Behörde in den Gemeinden oder in den Kantonen zuständig. Da nützt es nichts wenn der Nachbar ihnen versichert hat keinen Ärger zu machen und ein Auge zuzudrücken.
Bauland im Wandel der Zeit
Zonenpläne weisen in aller Regel eine gewisse Beständigkeit auf. Die Behörden dürfen nicht grundlos ein Bauland umzonen. Dies würde gegen das Prinzip der Rechtssicherheit verstossen. Trotzdem ist es durchaus möglich, dass Zonenpläne und Bauvorschriften im Lauf der Zeit verändert werden. Um auf Nummer sicher zu gehen sollten sie sich bei der Gemeinde erkundigen.
Die Lage, Beschaffenheit und Erschliessung des Baulandes
Ein ganz wesentlicher Punkt ist die Frage nach der Erschliessung des Grundstückes. Bauland welches noch nicht erschlossen ist kann man wesentlich billiger erwerben. Allerdings kommen ziemlich dann für die Erschliessung ziemlich grosse Kosten auf einen zu. Zudem sollte man unbedingt die Beschaffenheit des Grundstückes überprüfen. Gibt es auf dem Bauland ein hoher Grundwasserspiegel, oder sind die Fundationsmöglichkeiten ungenügend können massive Mehrkosten beim Bau entstehen, wenn dieser nicht gänzlich unmöglich geworden ist.
Ein Grundstück, welches nicht erschlossen ist verursacht weitere Kosten. Als grober Richtwert kann man mit Erschliessungskosten von 100 bis 150 Franken pro Quadratkilometer rechnen. Selbst wenn die Gemeinde die Erschliessungskosten übernimmt muss der Baulandbesitzer einen Teil davon übernehmen.
Teilweise wird der Verkauf von Baulage mit der Auflage verbunden mit einem bestimmten Architekten oder Handwerker zu bauen. Bei einer solchen Handwerkerklausel im Kaufvertrag sollte man vorsichtig sein. Oftmals wird der Käufer mit billigen Bauland geködert und bezahlt dann für den Bau überhöhte Preise.
Günstiges Bauland finden ist schwierig
In den letzten Jahren sind die Preise für Bauland in vielen Regionen in der Schweiz geradezu explodiert. Besonders in begehrten Regionen und an steuergünstigen Lagen wie im Kanton Zürich haben sich die Bodenpreise in den letzten zwanzig Jahren gut verdreifacht. Der Kauf von Bauland wird immer schwieriger. Richtig günstiges Bauland ist selbst für Immobilienprofis schwierig zu finden. Wichtig ist die Preise in der jeweiligen Gegend zu kennen. Ausschlussreich sind die Grundbucheinträge. Ausserdem können sie direkt bei der Gemeinde anfragen. Hier ist man oftmals sehr hilfsbereit und kann ihnen die durchschnittlichen Preise für Bauland in der Region ziemlich genau mitteilen. Eine weitere Möglichkeit ist sich an ein Generalunternehmen zu wenden. Diese verfügen teilweise über eigenes Bauland. Im Internet gibt es zudem diverse Portale auf denen man nach Bauland suchen kann. Oftmals werden die Grundstücke von einem Makler vermittelt, der wiederum eine Provision von gut 3 bis 4 Prozent verlangt.
Preise pro Quadratmeter
Die Preise für einen Quadratmeter Bauland sind sehr unterschiedlich. In der Schweiz kostet ein Quadratmeter im Durchschnitt zwischen 500 und 600 Franken. Die Bandbreite der Preise ist sehr gross. Sie reicht von 300 Franken in ländlichen Regionen bis zu 2000 Franken an beliebten Lagen wie dem Zürichsee. Oftmals findet man in den Zeitungsinseraten kein Preis vor, sondern die Angabe ?Preis auf Anfrage?. Ein solcher Satz deutet daraufhin, dass bei der Preisgestaltung ein sehr grosser Spielraum besteht und der Verkäufer die Marktlage austesten möchte. Gerade in solchen Fällen lohnt es sich doppelt, sich gut über Bodenpreise in der Umgebung, sowie die aktuelle Wirtschaftslage und den Grundstückmarkt zu erkunden. Die Preise sind von Konjunkturzyklen nicht gefeilt. Beim Kauf zur richtigen Zeit kann man viel Geld sparen.
|